Oleg Salenko dürften die jüngeren Fussball-Stars vermutlich gar nicht mehr kennen. Seine Profi-Karriere beendete Salenko bereits vor zehn Jahren im Jahr 2000. Wie kommt es, dass der russische Nationalspieler dennoch dieser Tage für Aufsehen sorgt? Was hat das Ganze zudem mit Schuhen zu tun? Beides berechtigte Fragen, die sich mit nur einer englischen Headline beantworten lassen „Salenko’s 1994 Golden Boot can be yours for $500.000“. Wer sich nun fragt, was daran so besonders ist, dass ein Star oder ehemaliger Star seinen Kleiderschrank gewinnbringend veräußert, dem sei gesagt, dass viele Fussball-Fans den Verkauf der beim internationalen Fussball-Turnier verdienten Goldenen Fussballschuhe in etwa in der gleichen Art und Weise missbilligen, wie es bei Film-Fans und der Oscar-Auszeichnung der Fall sein würde..

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Der Goldene Schuh wird alle vier Jahre an den erfolgreichsten Torjäger der jeweiligen Fussballweltmeisterschafts-Endrunde vergeben und ist sozusagen das WM-Pendant zum Goldenen Schuh der UEFA. Letztere wurde erstmals 1968 vom französischen Magazin France Football vergeben und hörte damals auf den Namen Soulier d’Or. Der Goldene Schuh der WM, um den es im Fall Salenko geht, wird erst seit 1982 vergeben. Neben Gerd Müller sicherte sich beispielsweise auch Miroslav Klose im Jahr 2006 die begehrte Auszeichnung. Interessanterweise teilte sich Salenko im Jahr 1994 bei der Weltmeisterschaft in den USA diese Auszeichnung mit dem bulgarischen Nationalspieler Christo Stoitschkow.

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Doch zurück zum eigentlichen Anlass oder der von vielen schon als Salenku-Schuh-Affäre betitelten Geschichte. Aufgrund finanzieller Probleme möchte der Fussballer seinen Goldenen Schuh verkaufen. Nicht die feine Art sollte man denken. Doch berücksichtigt man den angestrebten Verkaufspreis und die hinzu kommende Tatsache finanzieller Probleme, sollten die Kritiker Oleg’s vielleicht nochmal in sich gehen und ihre Urteile erst nach einer Minute des Nachdenkens abgeben. Stolze 500.000 Dollar scheint einem in den Arabischen Emiraten ansässigen Bürger der Goldene Schuh Wert zu sein. Zudem versicherte dieser Salenko, dass man den Schuh in einem Museum ausstellen wolle – fragt sich natürlich ob dieses öffentlich zugänglich ist. Salenko wird mit folgenden Worten zitiert:

I’m not totally broke or anything like that so I have to sell everything, but the offer was hard to resist. I was told wealthy Arab sheikhs would take good care of the award by putting it in a local museum Quelle.